...schau doch mal rein...

Evangelisch-methodistische Kirche Waiblingen-Hegnach

So 29. April - 10:00 Uhr
Gottesdienst
Pastor Dieter Jäger
Friedenskirche Hegnach
So 6. Mai - 10:00 Uhr
Gottesdienst
Lothar Steeb
Gemeindehaus Neckarrems
So 13. Mai - 10:00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl
Dieter Jäger
Friedenskirche Hegnach
So 20. Mai - 10:00 Uhr
Gottesdienst zum Pfingsfest
Dieter Jäger
Gemeindehaus Neckarrems
Mittwoch, 25. April 2018
Der HERR hat?s gegeben, der HERR hat?s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Dauerhaftes Fruchtbringen

Anspiel: Der Auftrag

Jesus sitzt bei seinen Jüngern und gibt ihnen einen Auftrag:

„Die Ernte ist zwar groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. Gehet hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Traget weder Börse noch Tasche noch Sandalen und grüßet niemand auf dem Weg!“

Sie Jünger sind skeptisch uns suchen allerhand Einwände. Sie fragen Jesus, ob er wirklich will, dass sie barfuss gehen sollen. Sie fragen, ob die Einteilung der Zweier-Gruppen in dieser Form denn funktiniert, denn schließlich kann nicht jeder mit jedem auskommen. Und so kommt Einwand um Einwand bis Jesus schließlich der Kragen platzt:

„Jetzt seid  mal alle still! Hört mal, ich glaube, wir haben den Sinn dieser Reise noch nicht ganz begriffen, nicht wahr? Es geht nicht darum, dass ihr alle möglichen Sachen in euer Gepäck schmuggelt und euch darauf hinausredet, dass Kulturbeutel nicht durch die Duden-Definition von SANDALEN abgedeckt sind, sondern darum, dass ihr von mir abhängig seid! Versteht ihr? Kein Beutel! Keine Tasche! Keine Sandalen! Kein Kleingeld! Keine Visacard! Geht einfach!“

Ein Theaterstück aus dem Fundus des Vereins Drama Ministry.

Predigt

Download MP3Dieses letzte Wort Jesu gerade im Anspiel – "Geht einfach!" – das klang doch eher nicht nach Aussendung, sondern vielmehr nach: "Lasst mich in Ruhe, geht mit Gott, aber geht …"

Lasst mich doch endlich in Ruhe, mit Euren Einwänden! Lasst mich doch endlich in Ruhe mit Euren Diskussionen, die ihr viel lieber führt als etwas zu verändern! Lasst mich doch endlich in Ruhe mit Eurer Sicherheit, die ihr euch wünscht, wenn ihr etwas Neues anpacken sollt! Lasst mich doch endlich in Ruhe damit, wie klein ihr von Gott denkt! Wie klein ihr von Gott denkt, wenn es darum geht Frucht zu bringen!

Jesus schien genug zu haben von den Diskussionen – und den Einwänden, die wir auch kennen.

Aber: Was bedeutet dann "Frucht" in Jesu Sinn?

Hier seid heute mal ihr nach euren Antworten gefragt. Was also gehört für euch zur Frucht, die wir bringen sollen?

(Zurufe aus der Gemeinde)

  • Vertrauen
  • Liebe
  • Dankbarkeit
  • Eine Gruppe finden, in der ich wachsen kann
  • Die Not anderer wahrnehmen und helfen
  • Zusammenhalt
  • Sicherheiten aufgeben
  • Vergebungsbereitschaft
  • Offen für andere sein
  • Unsere Begabungen einbringen
  • Fröhlich von Glauben erzählen
  • Nicht aufgeben, Durchhaltevermögen

Stimmt, das alles sind Früchte. Und bestimmt gehören auch die Aspekte unserer Aktion dazu.

Frucht bringt eine Gemeinde, wenn sie:

  • Radikale Gastfreundlichkeit übt
  • Leidenschaftliche Gottesdienste feiert
  • Zielgerichtete Glaubensentwicklung fördert
  • Risikobereite Mission wagt
  • Außerordentliche Großzügigkeit lebt

Das alles tun wir als Gemeinde und als Einzelne mehr oder weniger. Aber sind wir deshalb fruchtbare Gemeinde – bringen wir Frucht, wie Jesus sie versteht?

Ich frage mich manchmal, ob das nicht alles Vorbedingungen, Samen, Blütenansätze  sind, die dazu gehören.

Aber: Fruchtbringen bedeutet eben auch Gemeindewachstum! Früchte sind sichtbar!

Ich möchte mit euch mal ein Experiment machen – und bitte euch, dafür die Augen zu schließen:

Und nun stellt euch bitte unsere Gemeinde mal als Baum vor.

Was ist das für ein Baum für dich? Eine ausladende Linde? Eine immergrüne Tanne? Eine standhafte Eiche? Eine schattenspendende Palme? Eine blühende Kastanie? Ein früchtetragender Obstbaum?

Siehst du unseren Gemeindebaum, wie er für dich ist?

Steht er in Saft und Kraft – oder hat er seine Blätter verloren?

Und: siehst du seine Früchte? Hängt er prallvoll mit Früchten, sodass man ihn stützen muss?

Oder: Hat er gerade so viele glänzende Früchte, die er noch gut tragen kann?

Oder: Hängt nur hin und wieder eine Frucht an ihm, sodass man schon genau hinsehen muss, um sie zu erkennen?

Oder: Siehst du gar keine Frucht?

Wie ist unser Gemeindebaum für dich? Und welche Frucht trägt er?

Und eine letzte Frage: Bist zu zufrieden mit dem, was du siehst? Wenn JA, warum? Wenn NEIN, was müsste sich ändern?

Behaltet euer Bild gut in Erinnerung, auch wenn ihr jetzt die Augen wieder öffnet.